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Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal

16.03.2023 - 17.03.2023

Die Forschungswerkstatt mit Nachwuchsforscher:innen aus den verschiedenen altertumswissenschaftlichen Disziplinen ermöglicht einen intensiven interdisziplinären Austausch über die Erforschung von Geschlecht in der Antike.

Die altertumswissenschaftliche Geschlechterforschung ist inzwischen auch im deutschsprachigen Raum fest etabliert, wie etliche einführende Werke und Kompendien veranschaulichen, die in den letzten Jahren erschienen sind (z.B. Scheer 2011; Hartmann 2021; Schnegg 2021). Sie geben einen Überblick über die Vielfalt der Themen, der Zugänge, der Methoden und der Formen altertumswissenschaftlicher Geschlechterforschung.

Die sitten- und kulturgeschichtlichen Abhandlungen über ‚die Frau‘ in ‚der Antike‘ in der Tradition des 19. und 20. Jahrhunderts sind längst überwunden: neben einer dezidierten Frauengeschichte, die die Differenzierung und Konstruktion unterschiedlicher Formen von Weiblichkeit oder die Biographien einzelner Frauen in den Mittelpunkt stellt, hat sich eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Konstruktionen von Männlichkeit etabliert. Hinzu kommen Arbeiten, die Geschlecht weniger zum Thema machen und es vielmehr als Analysekategorie nutzen und so eine kritische Perspektive in so verschiedene Bereiche wie die Wirtschafts-, die Religions-, die Medizin-, die Körper-, die Rechts- und die Politikgeschichte einbringen. Auf diese Weise trägt die altertumswissenschaftliche Geschlechterforschung dazu bei, neue Fragen an den antiken Befund zu richten. Wie sie beantwortet werden können, soll Gegenstand des geplanten Workshops in Wuppertal sein.

Das als Forschungswerkstatt konzipierte Treffen bringt Nachwuchsforscher:innen aus den verschiedenen altertumswissenschaftlichen Disziplinen zusammen, und ermöglicht ihnen einen intensiven interdisziplinären Austausch über die Voraussetzungen und die Zugänge, die Arbeits- und Verfahrensweisen sowie ihre Erfahrungen bei der Erforschung von Geschlecht in der Antike.

Der Workshop findet im Gästehaus der Bergischen Universität Wuppertal statt und wird überwiegend aus Mitteln des Gleichstellungspreises 2018 für Steffi Grundmann finanziert.

Literatur:

Elke Hartmann, Frauen in der Antike. Weibliche Lebenswelten von Sappho bis Theodora, 2. Auflage München 2021.

Kordula Schnegg, Antike Geschlechterdebatten. Die soziale Verortung der Frauen und Männer in der griechisch-römischen Antike, Tübingen 2021.

Tanja Susanne Scheer, Griechische Geschlechtergeschichte, München 2011 (EGRA 11).

Kontakt

Dr. Steffi Grundmann

Bergische Universität Wuppertal

Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften

Historisches Seminar - Alte Geschichte

Gaußstr. 20 - N.10.13

42119 Wuppertal

Tel.: (0202) 439 - 39 23

E-Mail: atwsgender@uni-wuppertal.de

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