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Wie verändert sich Sprache unter dem Einfluss des Christentums?

Dieser Frage widmet sich ab 2027 das neue DFG-geförderte Forschungsprojekt »Handwörterbuch des antiken christlichen Lateins« (HACL). Das Handwörterbuch erschließt das Textkorpus der lateinisch-christlichen Literatur der Antike von Tertullian bis Isidor von Sevilla und wertet die semantischen und lexikalischen Veränderungen aus, die das Lateinische unter christlichem Einfluss erfahren hat.

Das Projekt

Das HACL wird nach gegenwärtigen Berechnungen rund 1.500 Lemmata in zehn Bänden umfassen und in einem Zeitraum von zwölf Jahren erarbeitet.

Um die Beeinflussung und Transformation des spätantiken Lateins umfassend zu untersuchen, werden die Lemmata entlang von sieben Themenfeldern ausgewählt: Institution und kirchliche Organisation, Recht, Disziplin und Ethik, Symbole, Bilder und Architektur, Bibel und Bibelübersetzungen, Liturgie sowie Theologie, Philosophie und Ideengeschichte. Die miteinander verschränkten Themenfelder decken ideen-, institutionen-, sozial-, rechts- sowie religions- und theologiegeschichtliche Aspekte ab. Anhand dieser paradigmatischen Längsschnitte wird der Wandel des antiken lateinischen Vokabulars unter christlichem Einfluss umfassend abgebildet.

Publikation und digitale Erschließung

Das Handwörterbuch erscheint in einer gedruckten und einer digitalen Fassung. In Kooperation mit dem auf Digitalisierungen in den Geisteswissenschaften spezialisierten Cologne Center for eHumanities (CCeH) an der Universität zu Köln entsteht darüber hinaus eine digitale Arbeitsplattform, die der datengestützten analytischen Visualisierung und Tiefenerschließung der Ergebnisse dient.